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Samstag, 21. Mai 2011

Tausendmal probiert, tausendmal is nix passiert

Die Deutsche Bischofskonferenz hat deutliche Kritik am Thesenanschlag des BDKJ geäußert. "Ein Thesenanschlag ist alles andere als ein Dialog. Immer neue Forderungen in Maßnahmenkatalogen helfen uns in der gegenwärtigen Lage der Kirche nicht weiter", erklärte Pressesprecher Matthias Kopp am Freitag in Bonn. "Bestimmte Inhalte dieses Thesenanschlags sind mit der Lehre der Kirche unvereinbar. Die Aktion des BDKJ ist weder hilfreich noch zielführend." 

Vorläufiger Text der Thesen zum Download siehe hier:


So schnell geht das also: "... weder hilfreich noch zielführend". "... mit der Lehre der Kirche unvereinbar". Alles klar, oder?

In Rom, so unter anderem Zulehner, Pastoralprofessor, betrachte man solche und ähnliche Forderungen (gemeinsames Motto: tausendmal probiert, tausendmal ist nix passiert) inzwischen als Zeichen der Krise, nicht mehr als Beitrag, aus der Krise herauszukommen. Nur folgerichtig werden in Deutschland solche Forderungskataloge zwar noch nicht "überschwiegen" (frei nach der Handlungsstrategie ducken - schweigen  und darauf hoffen, dass in vier Wochen kein Huhn mehr danach kräht), sondern wenigstens noch kurz, knapp und präzise gedeckelt. Was nicht weiter schlimm ist, denn dann kommt der Frust wenigstens jetzt sofort und nicht erst nach vier Monaten, wenn nach mühseligen Diskussionen die Vertreter der "Offiziellen" zum tausendsten Mal versucht haben zu erklären, dass a) in Rom leider nix geht und b) man sich deshalb diesem Umstand knurrend oder ergebungsvoll oder fatalistisch oder freudig dankbar oder "wasjucktmichRom" - auf jeden Fall irgendwie - zu beugen hat.

Was berichtete mir jemand, der auf dem Weltjugendtag in Köln die hl. Kommunion ausgeteilt hat: Er habe einen Jugendlichen "dabei" gehabt, der in der rechten Hand, deutlich erkennbar, ein kleines, in Alufolie verpacktes Päckchen, so zirka 2cm im Quadrat groß festgehalten habe (na, die geneigte Leserin weiß doch schon was es ist) und gleichzeitig mit dem Mund die hl. Kommunion empfangen habe, selbstverständlich die Augen deswährend fromm - andächtig geschlossen.

Wahrhaftig, ein Meister des Spagats! Ach quatsch, das meine doch nur ich mit meinen über 50 Jährchen, würzburgersynodenbewegt usw. Der Jugendliche selbst und viele andere finden das vermutlich "ganz normal", wen juckt denn schon das Kleingedruckte bei Kirchens. Dem hl. Vater wird er sicherlich freudig zugewunken haben - mit einer moralischen Geschmeidigkeit, die offenbar kein Problem, sondern inzwischen eine Art von Lösung zu sein scheint.

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