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Donnerstag, 12. Mai 2011

In bester Tradition

"Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Hartmut Koschyk (CSU), hat sich für eine Rückkehr zu Guttenbergs in die Politik ausgesprochen. "Guttenberg hat selbstverständlich eine zweite Chance verdient", sagte er der "Mitteldeutschen Zeitung". "Denn er hat Fehlverhalten eingestanden und daraus Konsequenzen gezogen. Mit der Veröffentlichung des Abschlussberichts durch die Universität Bayreuth, der er zugestimmt hat, ist die Sache erledigt."

Ich weiß, man wähnte die Kirchenmaus bereits vom neu eingezogenen Kirchenkater gejagt,ermordert und verzehrt. Alles falsch. Sie lebt. Sie lebte allerdings die letzten beiden Wochen mit leicht angezogener Handbremse.
Doch nun: Karl Theodor hat sie endlich wieder aufgerüttelt. Diese sanften, kontinuierlich sich steigernden Selbsterkenntnisse, bislang gipfelnd in der unser aller Mitleid verdienenden Erkenntnis: Der Druck war zu groß, das Chaos zu mächtig, das Gedächtnis zu schwächelnd - natürlich alles unter der Prämisse seiner wunderbaren Homepage:
"Verlässlichkeit und Klarheit sind die Voraussetzungen für das Vertrauen der Bürger in die Politik."

Ach, ich hätte ihm weitergeholfen. Was soll denn diese stumpfe Dreindreschen auf den gestandenen Politiker, dieses andauernde Aufkochen kleiner Sünden aus der Vergangenheit, die Diffamierung seiner wissenschaftlichen Leistung? Viele stehen nach wie vor hinter ihm!

Womit?

Mit Recht!


Und wenn alles nichts mehr hilft: Die Evangelisten haben auch abgeschrieben, keck und dreist, einer vom anderen, Lukas und Matthäus von Markus und von wem auch immer, von Johannes ganz zu schweigen. Hört und begreift: In dieser ehrwürdigen Tradition steht zu Guttenberg! Und wie die hochgeschätzten Evangelisten will er doch nur eines sein: Eine rechte Herausforderung für jeden einigermaßen guten Exegeten!

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