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Freitag, 6. Januar 2012

Herrn Bundespräsident Wulff, aber nicht nur dem, demütig empfohlen

Herrn Wulff, zur Zeit Bundespräsident Deutschlands, mag man vieles vorwerfen und vieles nachsehen. Eines allerdings jedoch würden wir ihm, in aller mäuslichen Bescheidenheit, empfehlen. Bruder Bundespräsident: Lies die Bibel, aufmerksam und mit Verstand!

Aber nein, du hast es nicht getan.

Und das ist schlecht. 

Sonst wärest du nämlich auf die Stelle Mt 10,27 gestoßen, welche dir doch voraussagt, was geschieht, wenn man unüberlegtes Zeug auf den Anrufbeantworter eines pomadigen Herrn quatscht. Besser, viel  besser wäre da ein dem  Stoßseufzer Hiobs gem. Hi 13,5 analoges Handeln gewesen! 
Oder, du hättest Mt 10,17 lesen können, wo es um den Umgang mit gewissen Zeitungen geht, die zu allem Überfluss behaupten, die Deutschen seien Papst? Nein nein, du hast dich von ihnen blenden lassen, weil sie die Schönheit deiner zweiten Frau in kurzen Sätzen besangen! Hüte dich vor Zeitungen, deren Sätze in der Regel aus nicht mehr als vier Wörtern bestehen. 
Auch hättest du wissen müssen, dass Zeitungen, die nicht Spr 31,30 beherzigen, höchstens dazu taugen, bei Ermangelung von qualifiziertem Papier auf dem Abort noch bescheidene Dienste zu leisten. Es gilt Esr 4,22: Schon da wird vor einer gewissen Nachlässigkeit bei vermutlich ungewissem Ausgang gewarnt!

Ach, lieber Bruder Präsident, man mag dir vieles verzeihen, deine Arglosigkeit, mit der du dir schwachen Vorteil verschafftest, deine Gesellschaft im Kreise gewisser Geldscheffler halbseidener Machart, deinen leicht lüsternen Blick, in diesem Fall auf schwachen Zinsvorteil. 

Doch: Weish 4,12! Das ist dir geschehen!

Hättest du Bibel gelesen, du, der du den frommen Handlungen der Kirche nicht abgeneigt zu sein scheinst, der du doch mal irgendwann am Religionsunterricht teilgenommen hast! Hättest du! 

Hast du aber wohl nicht.

Und das ist schlecht!

Und genauso schlecht ist das, wie manche sich in den Fehlern anderer suhlen und den Grad ihrer Empörung nicht mehr zu differenzieren wissen. Denn: Herr Wulff war ein schlichter Griff. Nicht weniger. Aber auch nicht mehr. 

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