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Dienstag, 19. Juli 2011

Offene Grenzen

Unser europäisches Land ist bekannt für seine offenen, toleranten Grenzen. Abgesehen von Wirtschaftsflüchlingen, die nur auf unseren Wohlstand aus sind, Islamistikern, die nur Terror verbreiten, und solchen, die insbesondere per Boot einreisen und nur auf unsere Kleidung und unser Essen aus sind, empfangen wir mit offenen Armen Menschen aus Afrika oder Asien. So weit, so schön, so gut.

Nimmt es da noch Wunder, dass wir als kleines Dankeschön für unsere europäische Gastfreundschaft bereit sind, ihnen umgekehrt unsere radioaktiven Restbestände (unschön: Atommüll genannt) als Gegenleistung zu überlassen? Natürlich zahlen wir auch gerne etwas dafür, man soll sich ja nichts nachsagen lassen.

„Radioaktive Abfälle sind in dem Mitgliedstaat endzulagern, in dem sie entstanden sind, es sei denn, Mitgliedstaaten treffen untereinander Vereinbarungen, Endlager in einem der Mitgliedstaaten zu nutzen“, hatte es in Oettingers im November 2010 vorgestellten Entwurf geheißen. Sprich: Die EU soll sich ab 2015 selber um ihren Atommüll kümmern.

Doch warum denn? Wir, das heißt diesesmal nicht Deutschland, sondern nach der nach wie vor bewundernswerten Pirouette von Frau Merkel und Herrn Westerwelle  vor allem Großbritannien und Frankreich, brauchen doch die Atomenergie, koste es was es wolle. Da je bekanntlich viele Gegenden in Afrika recht menschenleer geworden ist, kann man das doch sinnvoll nutzen. Und die äußerst stabilen Regierungen werden schon dafür sorgen, dass mit den Relikten unserer Energiewirtschaft angemessen umgegangen wird.

Ein Schwarzmaler, ein ganz böser, der vermutet, dass eines Tages irgendein böser Islamistiker auf die Idee kommt, nachts still und heimlich den Müll in irgendein Flugzeug zu packen und retour zu schicken. Denn das wäre ein äußerst unhöfliches Verhalten.

PS.: Da meint doch eine geneigte Leserin, ich würde mir die Nacht um die Ohren schlagen, um meine kleinen Anmerkungen zu verfassen. Mitnichten! Vermutlich wird hier irgendeine Zeitrechnung "eingetragen", die nicht meine ist. Dieses hier habe ich brav um 15.20 Uhr verfasst.

1 Kommentar:

  1. ...da bin ich aber beruhigt ;-)
    in der Nacht gibt es sicherlich nettere Beschäftigungen. Bei hellem Licht sind die Spuren der "Gastfreundschaft" unseres Mülls in der Weltgeschichte auch leichter zu sehen...

    die "geneigte" Leserin

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