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Dienstag, 15. März 2011

Ein stärkeres Zeichen

"Hätte es nicht ein stärkeres Zeichen geben können"? fragte gestern eine Journalistin Erzbischof Zollitsch nach dem Bußakt im Paderborner Dom. Und dem soll, so die Süddeutsche Zeitung ein "sicher" herausgerutscht sein.
Denn, so Zollitsch weiter: "An der Vergangenheit werden wir nichts ändern können. Wohl aber werden wir uns in Zukunft neu positionieren. Dazu gehört auch, dass wir uns als Kirche wieder offensiver für wichtige Themen einsetzen wie eine gerechte Weltordung und die Bewahrung der Schöpfung, gerade angesichts der Katastrophe in Japan. Wir werden uns alle um einen bescheideneren, demütigeren Lebensstil bemühen. Weil wir es nicht bei netten Worten belassen werden, haben wir Bischöfe unter anderem beschlossen, dass wir zukünftiglich nur noch Dienstwagen fahren, die schlicht und einfach sind, eben kein gesellschaftliches Statussymbol, und die einen CO2 Ausstoß unter 120 g/km haben, möglichst mit einem Hybrid-Motor, dass wir auch nicht schneller als 120 km/h fahren werden, auch wenn wir vielleicht nicht mehr so viele Termine wahrnehmen können, aber sehen Sie mal, es kommt ja auch nicht so sehr auf uns an, sondern auf das Wirken des Geistes.
Zugegeben, es ist nur ein kleines Zeichen. Doch, glauben Sie mir, für manche meiner Mitbrüder im Bischofsamt ist das schon ein massiver Einschnitt in ihre Gepflogenheiten. Es soll ein bescheidener Beitrag sein, dass wir uns alle bemühen werden, von manchen hohen Rössern runterzukommen und glaubwürdiger zu werden. Weitere, deutliche und konkrete Schritte werden folgen."

Ich gebe zu: Original Zollitsch ist nur das "sicher". Aber vielleicht hat er den Rest ganz leise gedacht.

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