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Dienstag, 22. März 2011

Römische Kreativität

Es war einmal ein junger Theologieprofessor, der eigentlich immer gegen einen "freiwilligen" Zölibat war, der eigentlich immer ein treuer, 100 % Sachwalter der römischen Lehre war, ein Vorbild an Gehorsam und, wie gesagt, ein Verteidiger des Zölibats als der einem römisch-katholischen Priester (solange er kein bekehrter Angelikaner oder Lutheraner war) ausschließlich angemessenen Lebensform. So weit, so schön. Leider rutschte irgendwann, vermutlich unter Ausnutzung seiner Gutmütigkeit, sein Name unter den inzwischen sattsam bekannten Brief aus dem Jahr des Herrn 1970, vermutlich war's der böse Rahner. So weit, so gut, noch besser: Der Osservatore Romano hat's aufgedeckt. Schließlich war der Papst immer schon ein wahrhafter Verteidiger der römischen Lehre, ohne irgendwelche Jugendsünden.
Wir sollten die Sache dennoch irgendwie noch ein wenig offenlassen. Mir träumte, dass im Jahre des Herrn 2050 die zehn leitenden Pfarrer des Bistums Münster mit Bischof und den fünf Weihbischöfen sich versammeln,um die Lage im Bistum Münster zu beraten und die Gläubigen zum Gebet für Priesterberufe zu ermuntern. Im Rom ist inzwischen tatsächlich eine Kommission eingesetzt worden mit dem Ziel, Überlegungen zu erwägen, um die Zugangswege zum Priestertum zu überdenken. In diesem Zusammenhang wird dann einem der leitenden Pfarrer in den Sinn kommen, dass der damalige Papst Benedikt XVI solches in jungen Jahren doch auch schon mal erwogen habe und ihm eine prophetische Gabe zusprechen. Der Bischof wird diesem freundlich zustimmen und sagen: Er war seiner Zeit doch weit voraus, ein wahrhaft weitsichtiger Papst.

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