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Freitag, 1. April 2011

Ach ja, die Demokratie

"Kardinal Joachim Meisner hat erneut das Reformpapier von rund 300 Theologieprofessoren aus dem ganzen deutschsprachigen Raum kritisiert und zugleich die Gegenpetition der Initiative "Pro Ecclesia" gelobt. Während die Forderungen der Theologen "im Grossen und Ganzen auf eine Demokratisierung und Säkularisierung der Kirche hinauslaufen", zeige die Petition "geistlichen Tiefgang und Gespür für die Kirche", erklärte der Kölner Erzbischof am Montag. Er setze sich nach Kräften dafür ein, dass die Bitten von "Pro Ecclesia" nicht ungehört verhallen.".

... denn Demokratie in der Kirche, das weiß jeder richtige Katholik, ist was ganz Schreckliches. Die Mühen, die man aufbringt, ein paar Kandidaten zu finden, die sich noch für den Pfarrgemeinderat aufstellen lassen. Die ganze teure Werbung, um noch ein paar Leute zu mobilisieren, dieses Gremium auch zu wählen. Den Ärger, den man sich als Pfarrer mit seinem Kirchenvorstand einhandelt, der manchmal so frech ist, der Weisheit des Geweihten zu widersprechen. Nicht zu vergessen diese Priester- und Diakonenräte, Diözesanräte und Kirchensteuerräte, Diözesanforen, Synoden und wie das alles heißt. Vor allem die Kardinäle, die, wie man hört, hin und wieder nach gewissen Regeln der Demokratie den Hl. Vater wählen!

So erwarten wir also eine Reform von oben: Der nächste Papst wird nicht mehr in tage- und nächtelangen Sitzungen gewählt (ohnehin: welch böses Wort), sondern: Durch Losentscheid! Womit die Kirche so zu einem echten Vorbild für andere gesellschaftliche Gruppierungen werden könnte....

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