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Mittwoch, 6. April 2011

Krise. Andauernd

Über die schwergewichtige Frage "Wie wollen wir seelsorglich einer katastrophalen Entwicklung vorbeugen?" diskutieren mehr oder weniger bekannte Autoren die aktuelle Kirchenkrise. Man müsse sich darüber klar sein, dass bei sehr vielen Katholiken, bei allem äußeren Mittun, im Inneren ein großer Hohlraum enstanden ist. Wir alle sollten uns, und das sei das Wichtigste, endlich über den eingetretenen Substanzverlust nicht mehr hinwegtäuschen.

Einige Jahre, bevor die erwähnte Diskussion in einem Heft erschienen ist, machte der Bischof bereits darauf aufmerksam, was für ihn das dringendste Problem ist: Der Priestermangel sei seine "größte Sorge", denn der Nachwuchs reiche gegenwärtig für die "Sicherung einer normalen Entwicklung" der Diözese nicht mehr aus. Das starke Nachlassen der Schwesternberufungen sei katastrophal.

Spannende Frage: In welchem Jahr diskutierten die Autoren die beschworene Kirchenkrise?
In welchem Jahr schrieb welcher Bischof den Hirtenbrief?


Die Zahlen sind: 1955 und 1952. Der Bischof hieß Michael Keller.

Wenn sich also auch vieles in der Kirche verändert: Auf die Dauerkrise, da kann man sich verlassen.

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